Verhandlungsergebnis erzielt Solidarischer Abschluss in schwierigen Zeiten

Verhandlungsergebnis in der holz- und kunststoff- verarbeitenden Industrie für das Tarifgebiet Bayern erzielt.

Streik, Menschenmenge, Demonstration

1. März 2026 1. März 2026 |
Aktualisiert am 1. April 2026 1. April 2026


Zwei Verhandlungen – und zwei mal das gleiche Spiel: Statt uns ein Angebot auf den Tisch zu legen, spielten die Arbeitgeber der bayerischen Holz- und Kunststoffindustrie auf Zeit. Statt Respekt für ihre Beschäftigten zu zeigen, taktierten sie. Erst in der dritten Verhandlung gaben sie ihre Blockade auf – und einigten sich mit uns auf ein solides Verhandlungsergebnis, das den Beschäftigten in einer komplexen wirtschaftlichen Lage eine spürbare Entlastung bietet. Mehr Geld für alle Die Beschäftigten erhalten in zwei Stufen insgesamt 4,2 Prozent mehr Geld, im Juni 2026 zu nächst 2,0 Prozent, im Juli 2027 dann weitere 2,2 Prozent. Untere Entgeltgruppen profitieren Zusätzlich bekommen alle Beschäftigte im April 2026 eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro (Azubis 150 Euro). Die unteren Entgeltgruppen erhalten im Oktober 2026 eine weitere Einmalzahlung  in Höhe von 200 Euro. »Sie leiden besonders unter den hohen Preisen«, betont Bayerns IG Metall Verhandlungsführer Björn Kannler. »Sie profitieren von den Einmalzahlungen im besonderen Maße.« Bei einer schwierigen wirtschaftlichen Lage im Betrieb können die Einmalzahlungen bis maximal April 2027 verschoben werden. Der Tarifvertrag läuft bis Ende Januar 2028. Höhere Azubi-Vergütungen Auch die Auszubildenden erhalten mehr Geld. Die Azubi-Vergütungen erhöhen sich ab 1. September 2026 um 50 Euro und ab 1. September 2027 und weitere 40 Euro. Kannler: »Erst unsere Warnstreiks und Aktionen haben die Arbeitgeber in Bewegung gebracht.« Fast 1000 Beschäftigte haben sich in Bayern daran beteiligt. Danke für Euren Einsatz!